Beiträge von MrPizza

    Ich glaube auch nicht, dass die Autos nur für die Garantiezeit konstruiert werden.

    Aber der Service im Rahmen eines Garantiefalls ist schon fragwürdig. Bei Kleinigkeiten, die schnell durch die Werkstatt erledigt werden können, passt es noch, aber wehe es gibt größeren Reparaturbedarf. Dann beginnt das winden hinsichtlich "Rückmeldung vom Konzern", "falsche Nutzung", "Auto nicht richtig im System registriert usw.. Gefühlt wird wird in Deutschland eine Kulanz sogar kategorisch abgelehnt (ging mir bei VW und Ford so).

    Wenn dann Kunden monatelang auf Ersatzteile warten müssen und ggf. keinen Ersatzwagen gestellt bekommen ist das für mich eine ziemlich miese Nummer.

    Hyundai befindet sich da aber in guter Gesellschaft. Keine Automarke, mit der ich in den letzten Jahren zu tun hatte, war kulant oder kundenorientiert, trotz brav in den Vertragswerkstätten gewarteter Autos.

    Hallo OpaFritz, Deine letzte Nachfrage, ob ich bei Kurzstrecken wirklich keine 4,x oder 3,x schaffe, wirken auf mich scheinheilig. Ich fühle mich veräppelt. Die von Dir angesprochenen Verbräuche schaffen in der Stadt vielleicht die PHEV je nach Fahrprofil, aber keinesfalls die HEV.


    Aber wer verlässt sich denn bitteschön bei Kurzstrecken auf die Angaben des Bordcomputers. Je kürzer die Strecke, desto größer ist hier der Fehler.

    Hallo,

    ich habe einen HEV Prime aus 04/21, übernommen 02/22. Ich bin bisher gut 28000 km gefahren. Sehr viel in der Stadt. Ich nenne das hier in Berlin Ampelhüpfen. Meist Kurzstrecke 5 - 15 km und gelegentlich 30 km über die Stadtautobahn mit 80 km/h. Im Sommer schaffe ich so 800-900 km je Tankfüllung, das sind rund 5.5 - 6 Liter. Im Winter geht es rauf auf 7,5 Liter bei Minusgraden. Einen Verbrauch von 3,x im Sommer und 4,x im Winter halte ich für utopisch. Bei Landstraße zwischen 60 und 100 km/h ist der Verbrauch ähnlich und wenn es gut rollt, dann sogar etwas günstiger.

    Aber auf der Autobahn wird es mehr. Bei über 120 km/h auf über 7 Liter und bei 130-140 km/h musst Du mit über 8 Litern rechnen.

    Über die 28000 km habe ich einen Verbrauch von 6,6 Litern (siehe alle Tankfüllungen bei Spritmonitor unter meinem Avatar).


    Zwei kleine Sachen mussten gemacht werden. Der Seilzug an der Rücksitzbank hatte sich ausgehängt und das Stellglied an der Tankklappe war defekt.

    Ich habe sonst keine Probleme gehabt. Weder Fahrwerkspoltern, noch Batteriedefekte, noch Motorleuchte wegen Abgas,

    Ist schon interessant, wie bei Elektrounterstützung im Auto die Erwartung und die Wahrnehmung verbogen werden. Die machbare Wirklichkeit wird da in den Hintergrund gedrängt.

    HEV und PHEV sind Autos, deren Sparpotenzial in einem begrenzten Einsatzgebiet liegt. Die Autobahn vor allem mit schnellen Etappen jenseits der 120 km/h gehört nicht dazu.


    Meine letzten Erfahrungen bei einer Tour von Berlin nach Südtirol sehen so aus.

    Erste Etappe (Tankfüllung) 600 km Autobahn mit 140 km/h (wenn möglich) lag bei rund 8,5 Liter. Die zweite Etappe mit Autobahn in Östereich und 100 km/h (wenn möglich) und Landstraße in Italien ging über rund 800 km und unter 6 Liter. Die dritte Etappe ist noch am Laufen (den restlichen Tank verfahre ich in Berlin). Da werden wohl in Kombination Heimfahrt Autobahn und Stadtverkehr rund 7 Liter herauskommen.

    Der Bordcomputer errechnet den Wert wohl an Hand der Durchflussmenge bei der Einspritzung. Bei kürzeren Strecken ist der Fehler größer als bei längeren Strecken. Für mich ist der Verbrauch über eine Tankfüllung wichtig. Mein geringster Verbrauch lag bei 5,36 und der höchste Verbrauch bei 8,66. Im Sommer in der Stadt bei rund 5,5 Liter. Jetzt bei den knackigen Minusgraden und viel Kurzstrecken waren es sogar mal über 7,5.

    Über alle Tankfüllungen gerechnet (ca. 27000 km) liegt der Bordcomputer bei mir bei 6,4. Im Spritmonitor komme ich gerechnet auf 6,6.


    Für so ein großes und schweres Auto ist das ein sehr guter Wert. Der Tucson ist ja nicht als Spritsparmobil entwickelt.

    Ich glaube, dass alle Bemühungen einen Verbrauchsunterschied zu erkennen oder zu erfahren für uns Normalfahrer zum Scheitern verurteilt ist.

    Auch wenn man immer die gleiche Strecke fährt, ist es niemals das Gleiche. Temperatur, Verkehrsdichte und auch die eine oder andere Verkehrssituation wird niemals gleich sein.


    Ich habe es auch versucht als E10 neu herauskam. Über eine Tankfüllung ist es mir nie gelungen einen repräsentativen Unterschied festzustellen.

    Mein Auto damals ein BMW 325ti Compact. Der sollte optimalerweise mit Super+ gefahren werden. Ich bin mit Super+, E5 und E10 gefahren. Ich konnte keine Unterschiede herausfahren. Weder in der Höchstgeschwindigkeit, noch im Ansprechverhalten oder Durchzug gab es Unterschiede. Auch der Verbrauch war immer im gleichen Rahmen. Mit Super+ hatte ich auch einen höheren Verbrauch.


    Der Verkehr im Alltag hat mehr Einfluss, als die Spritsorte.